Kammweben

webkamm_kammweben_bandwebenKammweben eignet sich vorzüglich als Einstieg für die Kinder in das Handwerk der Webkunst. Denn der Webkamm ist vielseitig. Von simplen bis hoch komplexen Mustern ist alles möglich. Die handgeschnitzten Webkämme sind in der römischen Kaiserzeit belegt. Man vermutet allerdings, dass die Technik des Kammwebens weit älter ist.

 

Webkamm, Gürtel und Tischbein
Um die ersten Bänder zu weben, braucht man einen Webkamm, ein Webschiffchen, einen Musterbrief, Wolle oder Garn und einen Gürtel. Am Gürtel fixiert man das eine Ende der Scherung. Das andere Ende wird an einem Stuhlbein, Tischbein oder sonstige stabile Gegenstände befestigt.  So beginnen die klassischen „Kammwebekarrieren“. Für den Anfang zum Üben empfehle ich die erste Variante, bis man ein gewisses Fingerspitzengefühl für die Scherung und Webtechnik entwickelt hat.  Irgendwann kommt dann vielleicht ein Webrahmen dazu, damit man längere Borten aufscheren kann.

 

Regel bei der Abmessung
Bei der Abmessung muss man gewisse Regeln beachten. Für einen Meter gewerbte Borte muss die Schwerung zu Beginn 180 cm lang sein. Beispiel: Wenn man sich einen Gürtel von 2 Metern weben will, muss die Scherung 360 cm betragen.

 

Vielseitige Muster
Wer einmal auf den Seiten „Gewebte Bänder rund um die Ostsee“ von Anneliese Bläse war, stellt staunend fest, wie umfangreich die Mustervariationen sind. Wichtig ist in jedem Fall, dass man das Einzugsmuster kennt. Denn eine gelungene Scherung ist schon die halbe Miete. Im Norden kreierte man mit diesem Webgerät wunderschöne Muster. In folgenden englischsprachigen Videoanleiteungen werden einige raffinierte Tricks gezeigt.