Handspindeln

Handspindel-sesklo

Wann genau die Menschen anfingen mit Handspindeln die ersten Fasern zu verspinnen, bleibt bis zum heutigen Tag ein kleines Rätsel. Wahrscheinlich bereits in der Mittelsteinzeit vor etwa 9’000 Jahren.

Der älteste Spinnwirtel, den Archäologen in Europa ausgruben, ist 8’000 Jahre alt und stammt aus der jungsteinzeitlichen Sesklo-Kultur in Griechenland.

 

Die Verwendung von Handspindeln hat sich aber unabhängig voneinander auf der ganzen Welt entwickelt. In Europa wurden die Spinnwirtel aus sehr verschiedenen Materialien gefertigt, wie zum Beispiel aus Ton, Bein, Holz und später auch aus Speckstein und sogar Glas.

 

Bei der Wahl einer Handspindel kommt schnell die Frage auf, welche Wirtelform denn am Geeignetsten ist. Bei Workshop lasse ich die Leute aus dem Bauch heraus wählen. Interessanterweise wählen die Meisten intuitiv die Richtige.

 

handspindel_tene_01Die Tellerhandspindel
Die klassische Tellerspindel. Diese Exemplar ist die Handspindel Tur. Sie ist nebst der Handspindel Neolita, eine der grössten und schwersten Handspindeln, in meiner Produktion. Die ideale Lernspindel. Sie hat einen langen Drall und lässt einem daher genügend Zeit zum Lernen.

 

handspindel_avenDie Linsenhandspindel
Die Spindel mit linsenförmigem Wirtel ist sozusagen eine Universalspindel. Mit ihr kann man das Handspinnen gut erlernen und Fäden in verschiedenen Stärken spinnen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass diese Wirtelform seit der Jungsteinzeit am weitesten verbreitet war.

 

handspindel_frick_1Die Kugelspindel
 Die Kugelspindel ist schon im Grenzgebiet. Geschickte Hände können mit Ihr das Spinnen erlernen. Aber sie hat eben schon einen ziemlichen Drall.

 

 

handspindel_riveDie Zwiebelspindel
Die Zwiebelspindel ist schon für geübtere Hände bestimmt. Mit diesem kleinen Spinnwirtel gehts schon Richtung Turbos unter den Handspindeln.

 

 

perlenhandspindel_aquaeMinispindeln und Perlenspindeln
Minispindeln und Perlenspindeln sind die Werkzeuge der Kenner und Könner, die imstande sind, feinstes Garn zu spinnen. Diese Handspindeln drehen sich sehr schnell. Mit ihnen kann man seidenfeines Näh- und Stickgarn herstellen. [/ezcol_2third]