Leder

 

ledergerben
Buchtipp: Unser Handwerk einst und jetzt von Roland Carrera und Jean-Jacques Grezet. Bei Mondo-Verlag.

Ursprüngliche Gerbungsmethoden

Leder ist nebst Knochen, Bein und Stein, eines der ältesten Werkstoffe der Menschheit. Es ist langlebig, robust und vielseitig verwendbar. Zum Gerben eignen sich die Häute folgender Tiere am besten: Rinder, Ziegen, Schafe, Hirsche, Rentiere, Büffel, Gämse und Steinböcke.

Die Menschen entwickelten früh verschiedene Methoden , um die verderblichen Tierhäute haltbar zu machen, wie beispielsweise durch Einfetten. Man schabt die Fleischreste und Haare mit Feuersteinklingen ab und reibt eine fetthaltige Mischung aus Innereien und Tierfett in die Häute ein.

Eine andere Variante ist das Lederkauen. Durch das Kauen gelangen die menschlichen Enzyme aus der Bauchspeicheldrüse in die Tierhaut, die dadurch weich und haltbar wird.

Eine weitere Möglichkeit ist das mehrtägige Räuchern und Klopfen der Tierhaut. Durch diese Kombination wird die Tierhaut nicht nur haltbar sondern sprichwörtlich „weichgeklopft“.

In der Antike wurden die Tierhäute mit Hilfe von gerbstoffhaltigen Pflanzen und Rinden zu Leder gegerbt. Diese Methode wurde in Gruben und später in Fässern angewendet. Im Mittelalter, vor etwa 1000 Jahren, verwendete man zur Ledergerbung zusätzlich Alaun.

Leder hat so einige Qualitäten vorzuweisen. Es ist atmungsaktiv, windundurchlässig, reissfest, robust und langlebig. Je besser Leder gepflegt wird, desto länger behält es seine vorteilhaften Eigenschaften.

 

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Lederarten
Die Gerbungstechniken und die daraus hervorgehenden Lederarten sind schier unendlich. Um diesem umfangreichen Thema gerecht zu werden, verweise ich auf die Seiten der schweizerischen Gerbereien. Diese sind sehr empfehlenswert, man erfährt so allerhand Wissens-wertes rund um das Thema Leder.
www.leder-gerbereien.ch/