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Lebendige Geschichte
Was wir den Besuchern bieten Handspinnen für Klein und Gross zum Mitmachen
Mit der Handspindel wurden bereits in der Jungsteinzeit verschiedene Fasern zu Faden und Zwirn versponnnen, um damit Gewebe herzustellen.
Lernen, mit der Handspindel zu spinnen
Die Handspindeln werden von uns selber hergestellt. Gross und Klein haben die Gelegenheit, bei uns die alte Kunst des Handspinnens selber zu erlernen. Dafür wählen sie die Handspindel aus, die ihnen am Meisten zusagt.
Erfahrungsgemäss wählt jeder Teilnehmer intuitiv die Handspindel aus, die ihm liegt. In diesen sechs Jahren haben so ziemlich alle Teilnehmer der Workshops das Handspinnen bei uns gelernt. Alle haben es begriffen.
Wer das Handspinnen zu Hause weiter üben will, kann die Handspindel natürlich vor Ort mit Wolle, Säckchen und Anleitung für CHF 20.- erstehen.
Die Handspindeln mit Wirtelgarantie
Auf alle gekauften Spindeln gibt es eine Garantie. Bricht ein Wirtel oder ein Schaft, wird er von uns kostenlos ersetzt.
Unsere Geschichtsdarstellungen
Spätlaténekelten (Verbigener)
Seit 2004 sind wir in lebendiger Geschichte aktiv. Angefangen haben wir als Spätlaténekelten (Laténe D) mit Schwerpunkt auf die Darstellung der Verbigener, einem helvetischen Teilstamm. Laut Cäsar brachen 6000 Angehörige dieses Stammes nach der Niederlage vonBibracte (58 v.Chr) in einer Nacht und Nebelaktion aus und zogen gegen Norden. Unter Androhungen von harten Strafen, verbot Cäsar anderen Stämmen, ihnen Hilfe zu leisten und liess sie verfolgen. Uns interessiert die Frage, was diese 6000 Menschen wohl im Schilde führten. Nur eine Flucht? Doch was war der Grund, warum Cäsar, der seine Legionen zuvor gegen 368’000 Kelten führte, mit aller Härte gegen nur 6000 Kelten vorging? Nur um ein Exempel zu statuieren? Oder steckte mehr dahinter? Die Verbigener wurden danach zwischen Zürichsee und Rhein angesiedelt.
Gallorömer aus Aquae Helveticae in der frühen Kaiserzeit (69/70 n. Chr.)
Da wir eine Schwäche für Umbruchszeiten haben, setzten wir uns intensiv mit den kulturellen und politischen Umwälzungen der keltischen Bevölkerung, Ende der julisch-claudischen Dynastie bis Ende der flavischen Dynastie auseinander. Als die Kelten zu Gallorömern wurden.
Vor allem birgt die regionale Geschichte des Kantons Aargau einen grossen Schatz an interessanten Schlüsselereignissen in dieser Zeit. Wie zum Beispiel die Schlacht in Aquae Helveticae (Baden AG). Der ausschlaggebende Grund für die Wut der Helvetier war, weil die römische in Vindonissa ansässige Legion RAPAX den Soldtransport für die damals noch autonome helvetische Miliz überfallen und geplündert hatte. So griffen die aufgebrachten Helvetier die Vorhut des Heeres des neuausgerufenen Kaisers Vitellius aus dem Norden an , unwissend darüber , dass Kaiser Galba, dem die Helvetier die Treue hielten, in Rom ermordet worden war. Vitellius setzte seinen Heerführer Caecina auf die Helvetier an, der sie gemeinsam mit den rätischen Truppen und der RAPAX vernichtend schlug. Erst als der flavische Kaiser Vespasian den Thron bestieg, kehrte wieder Ruhe ein. Die helvetische Miliz wurde aufgehoben und die Helvetier, die bisher ihre Länder autonom verwalteten, mussten sich anpassen.
Frührenaissance (1400 bis 1490 n. Chr)
Eine weitere Umbruchszeit, ist der Übergang vom Spätmittelalter in die Renaissance. Auch hier haben wir in der Geschichtsdasrstellung Fuss gefasst und stellen ein Ehepaar aus der einfachen Bevölkerungsschicht der frühen Renaissance im 15. Jh. n. Chr. dar.
In der Renaissance hielt die W eltanschauung der Antike, Einzug in die Welt der Kunst und Wissenschaft. Grosse Denker wie Kopernikus, Galileo Gallilei und Leonardo Da Vinci wagten es, streng gehütete Weltbilder zu hinterfragen. Sie hoben das mittelalterliche Weltbild sprichwörtlich aus den Angeln.
Die Erforschung und Entdeckung der Natur erweckten besonderes Interesse. Auch die Kunst erlebte viele Erneuerungen. Michelangelo orientierte sich an der griechischen Bildhauerkunst und schuf die ersten freistehenden Statuen seit der Antike.
Die Wissenschaft wurde mehr in den Mittelpunkt der allgemeinen Interessen gebracht. Namhafte Universitäten wurden während der Renaissance gegründet. Die Ideen der klassischen, griechischen Philosophie erhielt ein wachsendes Gewicht in der Europäischen Weltanschauung.
Renaissance, der Name bedeutet in der französischen Sprache soviel, wie “Wiedergeburt”. Die Ideen der Antike wurden Wiederbelebt.
Renat und Egon Graf Kontakt: alteshandwerk@gmail.com
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